Die Auswirkung der EU-Sanktionen

Ende Juli 2014 hat die Europäische Union wegen der anhaltenden Ukrainekrise Sanktionen gegen Russische Banken erlassen.

 

Neben der VTB Direktbank sind sowohl die Alfa-Bank-Tochter ATB, zwei Tochtergesellschaften der russischen Sberbank, die türkische Denizbank und die Sberbank Direct, in Deutschland aktiv. Daher könnten von den Sanktionen gleich mehrere in Deutschland tätige Banken bzw. deren Niederlassungen betroffen sein.

 

In den letzten Jahren haben viele deutsche Sparer Ihr Geld wegen der hiesigen mageren Zinsen bei deutschen, österreichischen oder niederländischen Töchtern russischer Großbanken angelegt. Daher erreichten uns in den letzten zwei Wochen etliche Anfragen von besorgten Sparern, ob sie weiterhin an Ihre Spareinlage kommen würden und Sie diese evtl. auch voreilig verkaufen könnten.

 

Aus unserer Sicht besteht erstmal kein Grund zur Panik, da die Sparer rechtlich Kunden der österreichischen VTB Bank bzw. der österreichischen Sberbank sind.

 

Die Spareinlagen sind somit durch die österreichische Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Anleger geschützt. Ähnlich verhält es sich mit Einlagen der ATB Bank mit Sitz in den Niederlanden. Sollte eines der Banken in die Pleite schlittern kommt sowohl in Österreich als auch in den Niederlanden die Hälfte der zu ersetzenden Summe von den anderen Banken, für die verbleibenden 50.000 Euro springt der österreichische bzw. niederländische Staat ein. Die Gutschrift soll innerhalb von 30 Tagen erfolgen.

 

Sparer sollten daher nicht voreilig Ihre Sparkonten plündern oder vorschnell Sparbriefe, wenn überhaupt möglich, unter Wert verkaufen.